Eine starke Truppe - unsere Ehrenamtlichen

Neben den historischen Dampflokomotiven sind es die Kinder und Jugendlichen in ihren schmucken Uniformen, die den Reiz der Parkeisenbahn ausmachen. Schon als Sie noch Pioniereisenbahn hieß, also vor gut 60 Jahren, waren es Kinder, die so wichtige Dienstposten wie Aufsicht und Schrankenwärter ausübten. Die Lokomotiven wurden aber stets von Erwachsenen bedient, woran sich bis heute nichts geändert hat. Bis 1990 wurde die Pioniereisenbahn von der Stadt Cottbus und dort von der Abteilung Volksbildung betreut und verwaltet. Die Kinder und Jugendlichen durften mit der 4. Schulklasse bei der Pioniereisenbahn tätig werden. Dazu mussten der zuständige Klassenlehrer und natürlich die Eltern diesem großen Vorhaben zustimmen.

Alle Pioniereisenbahner wurden in Brigaden eingeteilt, die nach einem bestimmten Turnusplan an verschiedenen Tagen der Woche den Dienst auf den drei Bahnhöfen und den Zügen ausübten. Mit einem bestimmten Alter konnte man sich zu höheren Aufgaben wie dem Assistenten, Loktechniker oder Bahnhofsleiter qualifizieren. Neben den hauptamtlich beschäftigten Eisenbahnern, gab es auch interessierte Erwachsene, die neben ihrem eigentlichen Beruf zusätzlich bei der Pioniereisenbahn z.B. als Lokführer oder Bahnhofsleiter arbeiteten. Bis 1989 trugen annähernd 1000 Mädchen und Jungen die blauen Uniformen und viele sind der kleinen, als auch der großen Eisenbahn bis heute treu geblieben.

Mit den politischen Umbrüchen in den Jahren nach 1989 änderten sich auch die Verhältnisse bei der Pioniereisenbahn, eine Abwicklung konnte von allen Beteiligten verhindert werden. Seit 1990 fährt die Bahn unter dem Namen Parkeisenbahn, um jedoch auch weiterhin den Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten zu können, gründete man am 18. Juni 1991 den „Verein zur Förderung der Cottbuser Parkeisenbahn e.V.“ Der Zweck des Vereins ist es neben der Erziehung der Kinder und Jugendlichen auch die Erhaltung der historischen Fahrzeuge sowie der eisenbahntypischen Anlagen (Denkmalpflege). In den Jahren um 1995 erhielt der Förderverein aufgrund der Bundesgartenschau einen regen Zulauf an jungen Parkeisenbahnern. In den Folgejahren wurde aber nicht nur die Ausbildung bei der Parkeisenbahn durchgeführt, sondern auch alte Kontakte zu befreundeten Kindereisenbahnen im In- und Ausland wieder neu belebt. Höhepunkte in der Vereinsgeschichte bilden die regelmäßig stattfindenden Feldbahntreffen sowie das nunmehr über 20jährige Bestehen.